Anmerkungen und Literatur
(1) SPD-Jahrbuch 1968/69; S. 86
(2) Zur Politik der sozialliberalen Koalition vgl. besonders, G. Fülberth, Bilanz der sozialliberalen Koalition, in: Blätter für deutsche und internationale Politk 10/82 und H. Peter, SPD in der Flaute, in: Sozialismus 3/83
(3) Manfred Coppik drückte das so aus: "Nur, es fragt sich, was heute noch die Organisation der Jungsozialisten ist. Die wird vielleicht bald nur noch von Anhängern der "Herforder Thesen" besetzt sein, und man wird ihnen innerparteilich dann vielleicht ein bißchen Naturschutz gewähren, weil es ja überhaupt keinen Nachwuchs für die Jungsozialisten gibt...", in: Moderne Zeiten
(4) Die allererste ist wahrscheinlich die 1976 gegründete Umweltschutzpartei, aus der später die GLU Niedersachsen hervorging; die ersten landespolitischen Kandidaturen waren: 4.6.78 in Hamburg: Bunte Liste/Wehrt Euch (3,5%) und GLU (1 %) und Niedersachsen GLU (3,9%) vgl. Mez/Wolter, Die Qual der Wahl, Berlin, 1980
(5) die "Sonstige Politische Vereinigung" konstituierte sich anläßlich der Europa-Wahl 1979. Sie war ein Zusammenschluß aus GLU, AUD, GLSH und GAZ. Vgl.: H.W.Lüdke, Zur Entwicklungsgeschichte grüner Parteiprogramme, in Lüdke/Dinne: Die Grünen, Stuttgart, 1980
(6) Dieser Prozeß vollzog sich auf mehreren Kongressen um den Jahreswechsel 1979/80, wo sich grüne, bunte und alternative zusammen zu raufen versuchten. Die Stationen waren: Offenbacher Programmkongreß 3./4.11.79; "Beratungskongreß der bunten und alternativen Listen" in Frankfurt; Karlsruher Parteitag 12./13.1.80; Programmkongreß 21.-23.3.80; vgl. Mez/Wolter, a.a.O.
(7) Folgerichtig ist die Herausbildung der alternativen Wahlbewegung auch die Ära der Krise der linksradikalen K-Parteien:
Vom KB spaltete sich die sogenannte Zentrumsfraktion (Gruppe Z) ab, die später in der Hamburger GAL starke Positionen errang, der KBW verlor die "Komitees für Demokratie und Sozialismus" und den "Bund westdeutscher Kommunisten".
Vgl.: Jasper u.a.: Partei kaputt, Berlin , 1981, und "Innere Entwicklung des KBW, innere Lage; Untersuchungsbericht des Zentralkommitees vom 14.12.80, in: Kommunismus und Klassenkampf, 1/81
(8) Organisatorische Kontinuität wahrten u.a. die "Basisgruppen" und diverse Frauengruppen. Hier engagierten sich ehemalige "Studentenführer" wie Rudi Dutschke, Cohn-Bendit, Schmeißner, Tost, etc.. Dazu gehört auch die alternative Tageszeitung
(9) So ging es z.B. den Repräsentanten der noch in der SPV dominierenden Gruppierungen: Haußleiter mußte als Vorsitzender zurücktreten; das von der AUD übernommene Blatt " Die Grünen " (vorher: Die Unabhängigen) fristet ein Schattendasein; Baldur Springmann (GL S-H) ist ausgetreten, ebenso Gruhl
(10) Das belegen bisher alle Untersuchungen; vgl. insbesondere für die Anfangsphase Mez/Wolter, a.a.O.; und F. Karl, "Sozialstruktur der Wähler grüner und bunter Listen", in: derselbe: Die Bürgerinitiativen, Frankfurt, 1981
(11) Besonders auffällig läßt sich dies an den Berufsbezeichnungen ihrer Kandidaten und Abgeordneten nachvollziehen, vgl. KONKRET 3/83
(12) vgl.: Jens Bünnig, Von Recklinghausen nach Münster, Einleitung zu: Die einfache Sache, die so schwer zu machen ist..., Duisburg, 1982
(13) vgl.: R. Eckert, Die Krise der SPD, Frankfurt, 1982
(14) "Ökologisch-Basisdemokratisch-Sozial-Gewaltfrei" ist jedenfalls reichlich schwammig
(15) Nach ihrem Selbstverständnis sind die Grünen immer noch:"... die Alternative zu den herkömmlichen Parteien", Bundesprogramm 1980, Präambel
(16) z.B."Sinnvoll arbeiten-solidarisch leben", Programm zur Wirtschafts- und Sozialpolitik, Stuttgart-Sindelfingen, 15./16.1.83, Bonn , 1983
(17) vgl.: "Vielleicht war der Weg falsch", Coppik-Interview in der TAZ vom 19.4.83
(18) z.B. die "Sozialistischen Studiengruppen" (SODT) und die Arbeitsgruppe für Kooperation zwischen Grünen und Sozialisten (AGS), siehe Linker-Extra-Dienst 24/82
(19) unterzeichnet haben die "Einladung" zum Recklinghäuser Forum u.a.: Karola Bloch, Harald Gabbe, Prof. Dr. G. Grünwald, Udo Lindenberg, Prof. Dr. Uta Ranke-Heinemann, Jürgen Roth, Alexander Schubarth, Peter Weiss
(20) E. Hoplitschek, Absage. Die Demokratischen Sozialisten und die Interessen der Grünen, in: Sozialismus 2/82
(21) ebenda
(22) so beteiligten sich vor allem Hamburger Grüne, die auch maßgeblich an der Gründung der "Initiative Sozialistische Politik" und der Zeitschrift "Moderne Zeiten" 1981 beteiligt waren, an der IDS-Formierung bis zur Gründung der Partei DS
(23) E. Hoplitschel, Absage, a.a.O.
(24) als Beginn soll dabei die Neugruppierung in politischen Organisationen, wie sie sich im Auftreten grüner und bunter Listen auf Landesebene andeutet, angesehen werden. Selbstverständlich liegen die Ursachen dieses Prozesses weiter zurück. Hier markiert wohl die Krise 1973/74 die Wende. Das Ganze ist sozusagen als zweiter Zyklus politischer Desintegration nach Beendigung der westdeutschen Sonderentwicklung anzusehen, der erste Zyklus wäre die antiautoritäre Phase der Studentenbewegung.
(25) vgl., Karl, Fred, a.a.O., S. 48ff sowie Bernd Guggenberger, "Bürgerinitiativen in der Parteiendemokratie", Stuttgart, 1980
(26) vgl., A.Klönne, "Partei oder Nicht-Partei? Linke Organisationsversuche in der BRD, in: LINKS 3/82 und derselbe, "Die Linke im Rechtsstaat", 2 Bde, Berlin, 1976
(27) Unabhängige Arbeiter Partei, Gesamtdeutsche Volkspartei, Deutsche Friedens Union
(28) vgl., J. Reents, "Die neue Partei mit Auflösungsbereitschaft", in: Bonner-Extra-Dienst, 20.3.82
(29) z.B. Walter Barthel am 28.6.77 im Berliner-Extra-Dienst, ansonsten die entsprechenden Jahrgänge von links, Sozialismus (Beiträge zum wissenschaftlichen Sozialismus), Kritik, Moderne Zeiten, KONKRET etc.
(30) M. Coppik, SPD-Linke-Austritt wohin? In: "Es grünt so rot, Alternativen zwischen Mode und Modell", Hamburg, 1982
(31) auf dem Hamburger Kongreß im März 1977, siehe Detlev Albers, "Zur Situation bei den Jungsozialisten" in: Blätter für deutsche und internationale Politik 5/77, und: Bünnig, Butterwegge, u.a., Die Jungsozialisten und der Stamokap-Streit in der SPD, ebd. 1/78
(32) Der Ausschluß Hansens wurde am 20. Juli 1981 durch die Schiedskommission seines Bezirks beschlossen und am 13.Dezember 1981 durch die Bundesschiedskommission bestätigt.
(33) alle Zitate aus: Richard Löwenthal, "Identität und Zukunft der SPD", in: Die Neue Gesellschaft 12/81
(34) es hatten sich auch bereits einige sich als "sozialdemokratisch" verstehende unabhängige Gruppen gebildet, so z.B. der Kreis um H. Steinbach und D. Kellermann - Unabhängige Sozialdemokraten (USD) in Hessen. Siehe Moderne Zeiten (MOZ) 10/81
(35) veröffentlicht in "Die Neue", 6.11.81
(36) ebenda
(37) Brief an Willy Brandt zur Begründung der SPD-Austritte, zitiert nach "Unsere Zeit", vom 30.1.82
(38) vgl. Interview mit Manfred Coppik in MOZ 2/82
Der Begriff "herrschender Block" und die Alternative der Linken ist allerdings etwas schillernd. Vgl. dazu: Materialien zur 1. Sozialistischen Konferenz, Berlin, 1980, sowie: Jens Bünnig: Alternativer Linksblock - Strategie für die westdeutsche Linke, in: Revier 8/82 und die Antwort von T.v.Sellen/R. Schiller-Dickhut, "Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten", in: Revier 9/82
(39) Ob hier wirklich "Arbeiter und Angestellte", also im eigentlichen Sinn die Arbeiterbewegung, gemeint ist, bleibt bei Coppik immer unklar, da er ebenso häufig als Adressaten einfach nur "SPD-Mitglieder" oder "Menschen, die durch die SPD sozialisiert" worden sind, sagt. Vielleicht hält er dies für identisch. Vgl. MOZ 2/82
(40) ebenda
(41) besonders deutlich wird das bei Ernst Hoplitschek, a.a.O.
(42) z.B. J. Reents, "Vor Recklinghausen", in MOZ: 3/83, und Frieder O. Wolf, "Jetzt wird angepackt", ebd.
(43) So etwa T. von Sellen, Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten, in Revier 9/82
(44) Diese Position ist besonders klar bei Jens Bünnig, "Alternativer Linksblock" in: Revier 8/82
(45) Diesen Begriff prägte Coppik selbst, vgl. die Rede zur Eröffnung des DS-Gründungsparteitags (Zweiter Bundeskongreß der IDS), zitiert nach: MOZ 12/82
(46) Zu dieser Problematik siehe: "Memorandum 82", Köln 82, S. 47ff
(47) Welt der Arbeit, 30.8.79
(48) vgl. Rainer Eckert, "Die Krise der SPD", Frankfurt, 1982 und Manfred Coppik, in MOZ 2/82
(49) vgl. die Wahlen in Westberlin 1981 und Niedersachsen, Hamburg 1982, in: Blätter... 1/82 und 2/83
(50) Die Neue vom 12.2.82
(51) Frankfurter Rundschau 21.11.81
(52) vgl. dazu die Diskussionen im Bonner-Extra-Dienst, unter anderem 30.4.82;7.5.82; 22.5.82
(53) z.B. im Juni in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen; siehe Bonner-Extra-Dienst
(54) Landeskongreß der DS Schleswig-Holstein vom 16.5.82, siehe BED vom 22.5.82
(55) z.B. im Hannoverschen Stadtparlament zwischen GABL und DKP
(56) siehe TAZ vom 8.2.82 und 18.2.82
(57) BED vom 7.5.82
(58) Im Bericht des Linken-Extra-Dienstes vom 17.12.82 über den Gründungsparteitag ist die Rede von 2100
(59) TAZ-Interview vom 19.4.83
(60) vgl.; LED vom 24.11.82 und LED 17.12.82 "Vorstandswahlen"
(61) Gemeint sind vor allem die BGL in Bremen und "Die Grünen" im Landtag Baden-Württemberg, die eine ausgesprochen sozialreaktionäre Politik verfolgten, s. W. Pohl: BGL mit der CDU gegen die SPD und H. Heimann, "Von der Eutropierung des Bodensees bis zur Asphaltierung des Madonnenländchens, beides in: "Es grünt so rot", a.a.O.
(62) Sozialismus 2/82
(63) Rede auf dem Gründungsparteitag in Münster, in: Linker-Extra-Dienst vom 17.12.82
(64) ebenda
(65) Gründungsparteitag, Broschüre der DS, Hannover ,1982
(66) ebenda
(67) R. Bahros Auftreten in Hannover, u.a. TAZ vom 6.6.83 und Thomas Schmid in der TAZ vom 3.6.83
(68) Blätter für...1/83
(69) Arbeiterkampf und TAZ vom 9.3.83
(70) 12.-14.11.82 in Hagen; 15./16.1.83 in Sindelfingen
(71) siehe Anmerkung 67
(72) LED 1/83
(73) Rede Coppiks vor dem Bundestag anläßlich des Endes der sozialliberalen Ära, LED 20/82 oder Rede Coppiks vor dem Bundestag zur Vertrauensfrage am 17.12.82, in: LED 1/83
(74) Programm der DS, Gründungsparteitag, a.a.O.
(75) LED 2/83, Interview mit Gerhard Marquardt
(76) ebenda
(77) LED 4/83
(78) Beschluß zu den vorgezogenen Bundestagswahlen, in: Gründungsparteitag, Broschüre, a.a.O.
(79) siehe: "Unsere Zeit" vom 20.6.83
(80) vgl. TAZ 19.4.83
(81) z.B. Frankfurter Rundschau vom 18.6.83
(82) was "ideologisch" in diesem Zusammenhang heißt, dokumentiert die Auseinandersetzung um den weiteren Kurs des STERN, siehe die Stern-Ausgaben im Mai 83
(83) P. Glotz, "Die Beweglichkeit des Tankers", München, 1982, S. 129
(84) ZU vom 23.4.83
Literatur
Zeitungen und Zeitschriften
- Arbeiterkampf, Organ des KB
- Berliner-Extra-Dienst, Hrsg.: Carl Guggomos, ab 1979 "Die Neue", Tageszeitung, ab 1982 Wochenzeitung; im Herbst 82 eingestellt
- Blätter für deutsche und internationale Politik, Köln
- Frankfurter Rundschau
- Kommunismus und Klassenkampf (KuK), theoretisches Organ des KBW
- KONKRET, Hamburg, Hrsg.: Hermann L. Gremliza
- Kritik, Berlin
- Linker-Extra-Dienst, vorher Bonner-Extra-Dienst, Organ der DS, bis Dezember 1982 hrgs. V. W. Barthel
- Links, Hrsg.: Sozialistisches Büro, Offenbach
- Moderne Zeiten, Hrsg.: Initiative Sozialistische Politik (ISP), Hannover
- Neue Gesellschaft, Theoretisches Organ der SPD, Bonn-Bad Godesberg
- Revier, Zeitung für das Ruhrgebiet, Duisburg
- Sozialismus, Hrsg.: Sozialistische Studiengruppen
- Tageszeitung, Berlin
- Unsere Zeit, Zeitung der DKP
Bücher
- Arbeitsgruppe Alternativen der Wirtschaftspolitik (Hrsg.); Memorandum 82, Köln, 1982
- Bünnig, Jens, (Hrsg.), Die einfache Sache, die so schwer zu machen ist..., Duisburg, 1982
- Bundesprogramm der Partei der Grünen, ohne Ort, 1980
- Demokratische Sozialisten, Gründungsparteitag, Hannover, 1982
- Eckert, Rainer, Krise der SPD, Frankfurt, 1982
- Fülberth, Georg, Bilanz der sozialliberalen Koalition, in: Blätter ... 10/82
- Glotz, Peter, Die Beweglichkeit des Tankers, München, 1982
- Guggenberger, Bernd, Bürgerinitiativen in der Parteiendemokratie, Stuttgart, 1980
- Jasper, Willi, Partei kaputt, Berlin, 1980
- Karl, Fred, Die Bürgerinitiativen, Frankfurt, 1981
- Klönne, Arno, Die Linke im Rechtsstaat, 2 Bde, Berlin, 1976
- Lüdke, H.W./Dinne, Olaf, Die Grünen, Stuttgart, 1980
- Mez/Wolter, Die Qual der Wahl, Berlin, 1980
- Programm zur Wirtschafts- Und Sozialpolitik, beschlossen auf dem Bundeskongreß der Grünen in Sindelfingen, 15./16.1.83, Bonn ,1983
- Reents, Jürgen, (Hrsg.), Es grünt so rot, Alternativen zwischen Mode und Modell, Hamburg, 1982
- SPD-Jahrbuch 1968/69, Bonn-Bad Godesberg
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Autor: Charly Kneffel
© Philosophischer Salon - Der Verlag -
Update: So., Berlin, 09.01.2000
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