NPD bestätigt Kurs der Voigt-Führung
29. Bundesparteitag der NPD in Königslutter/Niedersachsen
Auf dem NPD-Bundesparteitag im niedersächsischen Königslutter haben die 200 Delegierten den Kurs des Parteivorsitzenden Udo Voigt und seines Vertrauten, des NPD-Prozeßbeauftragten Horst Mahler, mit deutlicher Mehrheit bestätigt. Voigt konstatierte in seinem Rechenschaftsbericht, dass die Partei im "Kampf um die Straße" "große Erfolge" gehabt habe, im "Kampf um die Parlamente" "einige Achtungserfolge" erzielt habe und im "Kampf um die Köpfe" einen "beachtlichen Terraingewinn" erreichen konnte. Voigt selber konnte sich bei der Wahl zum Parteivorsitzenden mit 155 Stimmen durchsetzen. Sein Gegenkandidat Günther Deckert, der ehemalige Parteivorsitzende, erhielt 42 Stimmen.
Über den Stand im NPD-Verbotsverfahren berichtete Horst Mahler. Er gab sich überzeugt, dass die NPD letztlich einen günstigen Richterspruch für sich erreichen werde. Seit Abgabe des Verbotsantrages habe die Partei 10 Spitzel enttarnt. Es gäbe aber noch weitere, außerdem seien offenbar neben den deutschen auch ausländische Geheimdienste auf die NPD angesetzt. Mit dieser Bemerkung spielte Mahler auf die Gerüchte um den ehemaligen langjährigen Parteivorsitzenden Adolf von Thadden an, der seit Gründung der NPD bis in die 70er Jahre für den britischen Geheimdienst spioniert haben soll.
Auch die restliche Führungsmannschaft wurde vom Parteitag bestätigt bzw. neue Leute nur insofern gewählt, als sie als Voigt-Leute bekannt waren. Der bekannte NPD-Anwalt Hans-Günter Eisenecker schied aus dem Vorstand aus. Vor dem Parteitag hatte eine fundamentalistische Fronde um Deckert und Hupka versucht, die NPD auf einen schärferen Kurs zu bringen.
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Autor: © Charly Kneffel, Berlin 20.03.3002
Verwertung: Philosophischer Salon e.V., Berlin
Quelle: www.roter-salon.info
Erstveröffentlichung: www.kalaschnikow.info
Update: Berlin, Fr., 28.06.2002
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